
Die senkrecht gestellte Tafel zieren zwölf Sterne, von denen
nur elf sichtbar sind. Die 12 gilt als Symbol der Vollkommenheit und
steht für den Kern der "Tafelrunde". Der zwölfte
Stern wird von dem Heroldstab verdeckt, der wie ein Zeiger oder Szepter
auf den Sprecher verweist, der als Primus inter pares die jeweilige
Runde informiert und unterhält.
Die Bezeichnung "Tafelrunde" soll erstmals um das Jahr 1150 in die
Geschichte von König Arthur (Artus-Sage) eingefügt
worden sein und bezeichnet die Versammlung von Repräsentanten
ritterlicher Ethik. Jeder Position auf der Tafel ließe sich
der Mythologie nach eine Tugend zuordnen:
Über dem Heroldstab schwebt - zwischen den Welten - der Kopf
des Götterboten mit dem geflügelten Hut. In der
griechischen Mythologie "Hermes" genannt, war er auch als "Merkur"
(röm.), "Thoth" (ägypt.) oder "Hermod" (nord.) den
alten Kulturvölkern bekannt. Sein Stab mit den beiden
gewundenen Schlangen wurde als "Äskulap-Stab" ein Begriff
für das heilsame Moment des Ausgleichs und der Kommunikation.
Als Wanderer zwischen den Welten ist er zudem Hüter der Wege.
Ferner gilt er als Beschützer des Marktes, aber auch der
Redekunst und des Denkens und damit auch der Bildung. Er steht hier
für den synergetischen Anspruch, Persönlichkeiten,
die im weiteren Sinne den drei gesellschaftlichen Säulen
Politik, Wirtschaft und Kultur angehören, im Rahmen
außergewöhnlicher, einmaliger Veranstaltungen
zusammenzuführen.
Eingeladen werden gesellschaftlich engagierte Persönlichkeiten
aus unterschiedlichen Erfahrungswelten (hinsichtlich Beruf, Herkunft,
Lebensalter, Position und Weltanschauung), denen unkompliziert ein
Forum für den kultivierten und unterhaltsamen Austausch von
Meinungen und Informationen, wie auch für den gemeinsamen
Genuß kulinarischer Besonderheiten mit thematischem Bezug
geboten wird.